Die Erste Mordphase

Die Morde an erwachsenen Patienten und Patientinnen in den Heil- und Pflegeanstalten im Deutschen Reich begannen im Januar 1940. Graue Busse holten die ausgewählten Patientinnen und Patienten aus den Anstalten ab und brachten sie in insgesamt sechs Tötungsanstalten, die von der "T4"-Zentrale in Bernburg, Brandenburg, Grafeneck, Hadamar, Hartheim (heute Österreich) und Pirna-Sonnenstein eingerichtet worden waren. Dort wurden die Patientinnen und Patienten in Gaskammern, die als Duschräume getarnt waren, mit Kohlenmonoxyd erstickt. Ihre Leichen wurden sofort eingeäschert. Wenig später schickten die Tötungsanstalten den Angehörigen "Trostbriefe" mit falschen Angaben zur Todesursache und zum Sterbedatum.
Im Verlaufe der "T4-Aktion" wurden von Januar 1940 bis August 1941 mehr als 70.000 Menschen ermordet. Die Gasmorde endeten am 24. August 1941 u. a. nach öffentlichen Protesten des katholischen Bischofs von Münster, Clemens August Graf von Galen.


zurück zur Übersicht zurück zur Übersicht