
Anlässlich der Pogromnacht vom 9. November 1938 war der ausgewiesene Fotohistoriker Dr. Christoph Kreutzmüller in der Gedenkstätte Hadamar zu Gast. Unter dem Titel „Pogrom. Tage der endgültigen Grenzüberschreitung im Bild“ referierte Dr. Kreutzmüller zu überlieferten Fotografien der Novemberpogrome 1938. Eigentlich war das Fotografieren der Bloßstellung, Demütigung und Entrechtung von Jüdinnen und Juden sowie die Dokumentation über die Zerstörung vieler Synagogen im Deutschen Reich verboten. Dr. Christoph Kreutzmüller konnte anhand ausgewählter Fotografien eindrucksvoll aufzeigen, dass die Pogrome rund um den 9. November 1938 unter den Augen der breiten Öffentlichkeit und in Mitten der Gesellschaft stattfanden.
Wir danken Dr. Christoph Kreutzmüller ganz herzlich für den spannenden Vortrag und das große Interesse aller Gäste an diesem Abend.
Die Gedenkstätte Hadamar ist Projektpartner der Initiative #LastSeen. Bilder der NS-Deportationen. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, erstmals alle Bilder der Deportationen systematisch zu erfassen, zu erschließen und digital in einem Bildatlas zu veröffentlichen. Fotos, die das Geschehen, die Verfolgten, die Täterinnen und Täter, die Beteiligten zeigen. Dr. Christoph Kreutzmüller ist stellvertretender Projektleiter der Initiative #LastSeen. Bilder der NS-Deportationen.



