
Am Montag, den 19. Januar, hatten wir als Gedenkstätte erneut die Gelegenheit, unsere Bedenken gegenüber der zunehmenden Verbreitung KI-generierter Bilder historischer Ereignisse zu äußern. Solche Darstellungen finden sich mittlerweile vermehrt auf gängigen Social-Media-Plattformen und suggerieren reale Fotografien der Gedenkstätte sowie historischer Momente. Erst bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass es sich dabei um Fälschungen handelt.
Diese Entwicklung birgt erhebliche Gefahren. Zum einen vermitteln die KI-generierten Bilder ein falsches Bild der Tötungsanstalt Hadamar, das wir nur mit großem Aufwand wieder richtigstellen können. Zum anderen werden diese Darstellungen gemäß der Logik digitaler Plattformen emotionalisiert und verkitscht dargestellt, um eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen. Diese Reichweite dient den Urheberinnen und Urhebern der Fälschungen häufig der monetären Verwertung.

Deshalb fordern wir die Betreiberinnen und Betreiber der Plattformen auf, KI-generierte Inhalte zu löschen oder zumindest eindeutig zu kennzeichnen, um Menschen vor geschichtsrevisionistischen Inhalten zu schützen und das Andenken sowie das Ansehen der Verfolgten, der Opfer und ihrer Angehörigen zu bewahren.
Der vollständige Beitrag ist auf der Seite der Hessenschau zu finden: https://www.hessenschau.de/kultur/holocaust-und-ns-verbrechen-klicken-sich-gut—gedenkstaetten-wehren-sich-gegen-ki-fakes-v1,gedenkstaetten-kritisieren-ki-bilder-100.html



