
„Lebenswelten von Menschen mit Beeinträchtigungen – von Hadamar bis heute“- mit dieser Veranstaltung hat Johannes Szymanski seine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger abgeschlossen. Szymanski arbeitet in einer Wohneinrichtung für erwachsene Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung in Koblenz.
Unsere Kollegin Esther Abel beleuchtete während der Veranstaltung die NS-„Euthanasie“ und die Lebenswelten in der damaligen Landesheilanstalt Hadamar vor 1940 und nach 1945.
Im Teil „Lebenswelten heute“ stellte zunächst der Vorsitzende des Bewohnerbeirats seine Lebenssituation in der Wohneinrichtung in Koblenz vor, bevor Johannes Szymanski ein Interview mit einer Bewohnerin führte. Sie berichtete unter anderem, wie sie als Rollstuhlfahrerin in Koblenz immer wieder mit fehlender Barrierefreiheit konfrontiert ist.
Besonders berührend war eine Ausstellung über vier Koblenzer Patientinnen und Patienten, die zur NS-Zeit in der Tötungsanstalt Hadamar inhaftiert waren – drei von ihnen wurden ermordet. Die beiden beteiligten Bewohnerinnen und Bewohnern hatten zuvor die Gedenkstätte Hadamar besucht, und die Bewohnerin erzählte, dass sie seit diesem Besuch jeden Abend zu einer bestimmten Uhrzeit eine Kerze für die Verfolgten und Ermordeten anzündet.
Vielen Dank an Johannes Szymanski für dieses spannende und motivierte Projekt!






