Vor kurzem durfte die Gedenkstätte Hadamar eine Studierendengruppe aus Siegen begrüßen. Die Gruppe aus dem Fachgebiet Architekturgeschichte der Universität Siegen arbeitet derzeit im Rahmen eines Projekts unter Leitung von Prof. Dr. Eva v. Engelberg und Lilian Kraft M. Sc. an der Konzeption eines geplanten Gedenkortes am Standort des ehemaligen Hilfskrankenhauses für Zwangsarbeitende in der Fludersbach in Siegen.
Im Rahmen ihrer Recherchen besucht die Projektgruppe ausgewählte Gedenk- und Erinnerungsorte, um unterschiedliche Ansätze der Denkmalpflege und Erinnerungskultur kennenzulernen. In Hadamar führte Mareike Schön, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Mitverantwortliche für das Projekt zur Neugestaltung der Gedenkstätte, die Studierenden durch den historischen Ort.
Dabei erhielten sie Einblicke in erhaltene Bauelemente der ehemaligen Tötungsanstalt und in den Umgang der Gedenkstätte mit dem baulichen Erbe. Auch wurde erläutert, wie diese Elemente in der zukünftigen Ausstellungs- und Gedenkarbeit noch stärker sichtbar gemacht werden sollen. Die Führung bot also auch einen Einblick „hinter die Kulissen“ der laufenden Neugestaltung.
Im Anschluss kamen die Teilnehmenden über den Erhalt historischer NS-Bauten und den gesellschaftlichen Umgang mit diesem Erbe allgemein ins Gespräch.
Wir danken der Gruppe herzlich für ihren Besuch und wünschen viel Erfolg bei der Entwicklung ihres Projektes.







