
„Über viele Jahre hat sich der Verein ‚Weilburg erinnert‘ für die Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte engagiert. Entstanden ist ein besonderer Ort für die Erinnerungs- und Gedenkarbeit in Hessen.“*
Die frühere Landesheilanstalt Weilmünster war ein zentraler Tatort der nationalsozialistischen Krankenmorde in Hessen. Zwischen 1939 und 1945 wurden dort mehrere tausend Menschen mit psychischer Erkrankung sowie körperlicher oder geistiger Behinderung entrechtet, vernachlässigt und getötet. Viele von ihnen wurden in Weilmünster selbst ermordet. Etwa 3.000 wurden in die Tötungsanstalt Hadamar deportiert und dort ermordet.
Letzten Montag wurde in Weilmünster ein Lern- und Erinnerungsort eröffnet. Jeden ersten Samstag im Monat von 14:00 bis 18:00 Uhr ist die neue Dauerausstellung für alle geöffnet. Für (Schul)gruppen bieten die Kolleginnen und Kollegen ein spannendes Angebot mit Rundgängen, Workshops und Studientagen an.
https://www.erinnerungsort-weilmuenster.de/
Wir freuen uns, dass wir bei der Eröffnungsfeier am Montag dabei waren und Sebastian Schönemann für die Gedenkstätte ein Grußwort sprechen konnte.
Wir gratulieren dem Lern- und Erinnerungsort Weilmünster zur Eröffnung und wünschen viel Erfolg und Zuspruch für die Bildungsarbeit in den neuen Räumlichkeiten!
*Dr. Sebastian Schönemann, Leiter Wissenschaft und Ausstellung und Stellvertretender Leiter der Gedenkstätte, bei der Eröffnungsfeier am Montag in Weilmünster



