Digitale Bildungsangebote

Neben dem klassischen Besuch der Gedenkstätte Hadamar besteht auch die Möglichkeit, die Geschichte der NS-„Euthanasie“ in Hadamar online zu erkunden.

Gruppen können die Gedenkstätte z.B. während eines digitalen Liverundgangs über das Videokonferenz-Tool Webex Meetings kennenlernen. Zudem posten wir auf Facebook und YouTube regelmäßig Inhalte zu unserer Arbeit.

Digitale Sonderausstellung „'Mutti, nimm mich mit nach Haus.' – 'Jüdische Mischlingskinder' in der Tötungsanstalt Hadamar 1943-1945“

Die digitale Sonderausstellung ist unter www.erziehungsheim-hadamar.de dauerhaft abrufbar.

Im Frühjahr 1943 richtete man innerhalb der Anstalt ein „Erziehungsheim“ für „halbjüdische“ Kinder und Jugendliche ein. In dem Heim sollten ausschließlich Minderjährige untergebracht werden, die unter staatlicher Fürsorgeerziehung standen und mindestens ein jüdisches Elternteil hatten. Sie galten nach den „Nürnberger Gesetzen“ als „jüdische Mischlinge I. Grades“. Dieses „Erziehungsheim“ existierte jedoch nur auf dem Papier – 40 der 45 nach Hadamar überwiesenen „halbjüdischen“ Kinder und Jugendlichen wurden in der Tötungsanstalt ermordet. Bisher ist die ehemalige Anstalt Hadamar der einzige bekannte Ort, an dem „halbjüdische“ Kinder und Jugendliche in einem Heim gesammelt und im Rahmen der NS-„Euthanasie“ ermordet wurden. Die Kinder und Jugendlichen waren zwischen sechs und 19 Jahre alt.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Kinder und Jugendlichen. Ihre Geschichte wird anhand von fünf Einzelschicksalen erzählt: Ingeborg Donges, Georg Brönner, Alfred Völkel und die Brüder Wolfgang und Günter Heinemann. Ebenso werden jeweils die Lebensgeschichten ihrer als jüdisch verfolgten Elternteile vorgestellt. So wird das Ausmaß der rassistischen Verfolgung bis zur Zerstörung ganzer Familien durch den Nationalsozialismus begreifbar.

Digitaler Liverundgang für Gruppen

Unser etwa 90-minütiges Angebot lädt dazu ein, die Gedenkstätte Hadamar im Rahmen einer Videokonferenz digital zu besuchen.

Ein etwa einstündiger Rundgang durch die Gedenkstätte gibt einen Überblick über die Geschichte der Tötungsanstalt Hadamar. Der Rundgang wird live über ein Smartphone übertragen, die Guides kommunizieren dabei direkt aus der Gedenkstätte mit der Gruppe. So können Fragen jederzeit gestellt und beantwortet werden.

Darüber hinaus bietet die anschließende Diskussionsrunde die Möglichkeit, vertiefende Fragen zu klären sowie Eindrücke zu äußern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Angebote für Gruppen.

Mit einem Smartphone wird ein Guide bei einem Rundgang gefilmt.
Liverundgang durch die Gedenkstätte Hadamar. Foto: Gedenkstätte Hadamar

Aufgezeichnete Rundgänge und Videos

Auf unserem YouTube-Kanal stellen wir Videos zur Geschichte der Tötungsanstalt Hadamar zur Verfügung.

Der aufgezeichnete Rundgang „NS-‚Euthanasie‘ in Hadamar“ bietet einen knapp 45-minütigen Einblick in die Geschichte des Ortes und kann so auch im Unterricht eingesetzt werden.

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Die Gedenkstätte Hadamar auf Facebook

Auf unserem Facebook-Kanal posten wir regelmäßig Beiträge zu historischen Themen rund um die NS-„Euthanasie“ in Hadamar sowie Einblicke in unsere Arbeit.

#Hadamar1942Bis1945

Die Gedenkstätte Hadamar stellt in regelmäßigen Abständen Biografien der Verfolgten und Ermordeten der „dezentralen Euthanasie“ zwischen 1942 und 1945 vor. Die Biografien werden auch auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht. Die Kampagne trägt den Namen #Hadamar1942Bis45 und wird bis März 2025 fortgesetzt. Hier geht es zu den Biografien.

Geocaching

Seit 2014 gibt es rund um die Gedenkstätte Hadamar einen Geocache. In dieser modernen Form der Schnitzeljagd können vor allem Einzelbesuchende die Gedenkstätte und die Geschichte des Ortes auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten erkunden.

Learning Snack - Gedanken zum Gedenken

Neben dem klassischen Besuch unserer Gedenkstätte und damit dem historischen Ort möchten wir die Möglichkeit bieten, sich auch von anderen Orten aus mit der Geschichte der NS-„Euthanasie“ in Hadamar zu beschäftigen.

So ist das Konzept „Gedanken zum Gedenken“ entstanden: Mithilfe des Portals learningsnacks.de begleiten wir Nutzerinnen und Nutzer in Form eines virtuellen Chats auf einem digitalen Gedankenpfad durch unsere Gedenkstätte. Im Vordergrund stehen Biografien dreier in der Tötungsanstalt Hadamar ermordeter Menschen, entlang derer ein historischer Überblick gegeben, aber auch der Blick auf Gegenwart und Zukunft gelenkt wird. Die Methode basiert auf der Idee, dass Informationen in das vertraute Format eines Messenger-Gesprächs gekleidet werden: Die Textinformationen sind kurze Sprechblasen, das virtuelle Gegenüber sendet Fotos, Videoclips und Sprachnachrichten. Gleichzeitig gibt es interaktive Elemente, wie die Beantwortung von Multiple-Choice-Fragen oder die Teilnahme an Umfragen. So entsteht – zumindest ein Stück weit – die Illusion einer Interaktion mit einem realen Gegenüber.

Der Learning Snack der Gedenkstätte Hadamar kann direkt auf der Website abgerufen werden:

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©Gedenkstätte Hadamar

7 Themen - 7 Videos

Zusätzlich zu den bereits genannten digitalen Angeboten gibt es eine Video-Reihe, in der wir die Themen „Euthanasie“, „Aktion T4“ in Hadamar, „Dezentrale Euthanasie“, gerichtliche Aufarbeitung und Gedenken und Erinnern in der Gedenkstätte Hadamar näher beleuchten und erklären.

NS-„Euthanasie“ in Hadamar – Ein Überblick

Was bedeutet „Euthanasie“ und wer wurde in der Landesheilanstalt #Hadamar ermordet? Dieses Video gibt einen Einblick in die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde und die Geschichte der Landesheilanstalt Hadamar.

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Der Weg zur NS-„Euthanasie“ – Rassenhygiene, Zwangssterilisation und Propaganda

In diesem Video geht es um die Vorgeschichte der NS-„Euthanasie“. Was war für die Nationalsozialisten „unwertes Leben“ und wie schafften sie es, so viele Menschen von ihren Ideen zu überzeugen?

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„Aktion T4“ in Hadamar – Tötungsanstalt der NS-„Euthanasie“

Mit der „Aktion T4“ begannen die „Euthanasie“-Morde der Nationalsozialisten im Deutschen Reich. In Hadamar wurden im Jahr 1941 mehr als 10.000 Patientinnen und Patienten im Rahmen der „Aktion T4“ getötet.

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Dezentrale „Euthanasie“ in Hadamar – Medikamentenmord und Vernachlässigung

Nachdem man im Jahr 1941 die Ermordung von Menschen durch Gas in der Landesheilanstalt Hadamar reichsweit stoppte, wurde der Betrieb der Tötungsanstalt ab August 1942 wieder aufgenommen. In diesem Video geht es um die sogenannte „Euthanasie“ ab 1942.

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Täterinnen und Täter in Hadamar - Das Personal der Tötungsanstalt

In diesem Video soll es um die Menschen gehen, die an den Morden in Hadamar beteiligt waren. Wer waren die Männer und Frauen, die diese Taten begangen haben? Wie wurden Teil des Personals in einer Tötungsanstalt und was hat sie angetrieben, diese Taten zu begehen?

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Aufarbeitung der „Euthanasie“-Verbrechen in Hadamar – Todesurteile und Begnadigungen

Im März 1945 erreichten Truppen der US-amerikanischen Armee Hadamar. Sie befreiten die Stadt und die Anstalt vom Nationalsozialismus und beendeten den Patientenmord auf dem Mönchberg. Die unmittelbare Zeit nach der Befreiung sowie die juristische Aufarbeitung der Morde werden in diesem Video näher erläutert.

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Gedenken und Erinnern in Hadamar

Gedenken und Erinnern sind wichtige Aufgaben der Gedenkstätte Hadamar , die sie schon seit ihrer Gründung auf verschiedene Weise wahrnimmt. Welche Bedeutung das Thema für die heutige Gesellschaft und damit für jeden einzelnen von uns hat, wird in diesem Video erklärt.

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